„Durch Meditation über die wahre Natur des Geistes reinigen wir störende Gedanken und Gefühle.“

Dalai Lama

Der Ursprung des Wortes Meditation liegt in den Begriffen meditari (Latein) und medomai (Griechisch). Beides bedeutet übersetzt etwa nachdenken oder nachsinnen.

Meditation ist eine Übung für Körper und Geist, die seit langem zur Steigerung der Ruhe und körperlichen Entspannung, zur Verbesserung des psychischen Gleichgewichts, zur Bewältigung von Krankheiten und zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit und des Wohlbefindens eingesetzt wird. Seit Jahrtausenden werden Körper- und Geistesübungen kulturell genutzt. Dazu gehören beispielsweise:

  • Advaita Vedanta (die Philosophie der Upanishaden) dient zur Reflektion und Reinigung durch Techniken wie Neti Neti (Negierung des Nicht Selbst), Itti Itti (Verbindung mit dem ganz Großen) oder Atma Viccharana (Selbsterforschung)
  • Yoga-Lehre (Indische Philosophie & Lehre, von Sanskrit योग, zusammenbinden) beschreibt geistige Konzentration durch körperliche, meditative Übungen – es werden verschiedene Yoga-Techniken verwendet, wie etwa Kundalini-Yoga, Mantra-Yoga oder Raja-Yoga
  • Buddhismus, Hinduismus, Taoismus: Mediation als Weg zur Erleuchtung, Erkenntnis und Gesundheit
  • Christentum: lat. contemplatio, wie auch Martin Luther erwähnte, zur geistigen Klärung und Erlangung eines achtsamen Bewusstseinszustandes
  • Wissenschaftliche Studien und Theorien sehen Vorteile der Meditation in Prävention und Therapie von Krankheiten, in der Verbesserung der Resilienz (psych. Widerstandsfähigkeit), der Stressbewältigung, Achtsamkeit, Konzentration sowie beim Lernen.

Wie die Mediation konkret aussehen kann, ist sehr individuell und dient dem Zweck, mit dem meditiert wird. Da bei der Meditation ein Raum geschaffen wird, in dem keine Gedanken, sondern hauptsächlich Gefühle gelebt werden sollen, sind diese auch für den Ausgang der Meditation entscheidend. Vorher ist es somit sinnvoll zu klären, warum meditiert wird und welche Techniken hierfür hilfreich sind.

Möchte ich Erleuchtung erfahren? Dann könnte die buddhistische Lehre helfen.
Möchte ich den Alltagsstress verarbeiten? Dann versuche den taoistischen Ansatz.
Möchtest zu mehr Gesundheit gelangen? Dann erlerne die wissenschaftliche Praxis.

Meditation bietet Chancen für jeden Menschen, der bewusst nach innen schauen möchte. Besonders in der westlichen Zivilisation wird uns der nach außen gerichtete Blick immer mehr zum Verhängnis. Anstatt uns auf Selbst-Liebe und Selbstbewusstsein zu konzentrieren, suchen wir nach Anerkennung und Belohnungen. Anstatt in uns Ruhe und Frieden zu stiften, versuchen wir dafür in der Welt dafür zu kämpfen. Mit erheblichen Folgen.

Ich möchte dich also dazu einladen, dein Ich kennenzulernen. In der Schule wird dies nicht beigebracht. Also ist es nun deine Aufgabe. Aber was könnte schon spannender sein, als sich selbst neu zu entdecken? Wie viele Facetten das Selbst wohl hat…

In jedem Falle freue ich mich, dass mehr Menschen zur Meditation gelangen. Durch die Praxis der Meditation habe ich viele Erkenntnisse und Einsichten haben dürfen. Und dazu musste ich mich nicht unbedingt im Schneidersitz hinsetzen und die Stille suchen (auch wenn ich es empfehlen würde). Ihr könnt auch eine Meditationsführung ausprobieren, wie diese hier:

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Danke und bis bald.

Herzlich,
Tristan.

Wöchentlich, jeden Sonntag eine neue Folge! Wir freuen uns euch die fünfte Folge unseres „ungeschnitten & voll im Flow“ Podcast präsentieren zu können. Wir hoffen darauf, euch jedes mal zu mehr Toleranz anregen zu können und eure Perspektive zu erweitern. Diesmal zum Thema Radikalität: Sollten wir Gesetze abschaffen? Ist das Bedürfnis nach Sicherheit nur ein Glaube? Und wie kann man in einer unperfekten Welt seinen eigenen „perfekten“ Weg finden? Hört gerne rein! Bei Ideen schreibt uns gerne auf Instagram oder über unsere Webseite, eure Podcaster Marian und Tristan. (P.S. Tristan meinte Faschismus, nicht Feudalismus)

Alles, worüber wir sprechen, ist frei improvisiert, daher sind auch wir nicht fehlerfrei. Wir bemühen uns aber um eine logische und nachvollziehbare Argumentation. Falls euch Ideen einfallen oder ihr einfach Kritik äußern wollt, sind wir dankbar und nehmen diese gerne an. Erzählt auch gerne euren Freunden und Bekannten von dem Podcast, wenn ihr glaubt, dass wir einen positiven, toleranten Einfluss auf die Zuhörer haben. Danke!

Inhaltsverzeichnis

00:00:00 Eröffnungsrede

00:04:00 Intoleranz tolerieren

00:09:01 Sollten wir Gesetze abschaffen?

00:14:25 Radikalität 

00:16:58 Glaube an Sicherheit

00:22:13 Sprache als Transmitter

00:26:08 Eine perfekte Welt

00:30:32 Das Maß finden